Info vertikale Gärten / Pflanzwände

Sie möchten eine grüne Oase, haben aber zu wenig Fläche? Dann sind vertikale Gärten die Lösung. Aber auch für das Thema Selbstversorgung in urbanen Räumen kann ein vertikaler Garten vorteilhaft sein.

pflanzwand

1. stapelbare Pflanzgefäße

Der einfachste Weg zu einer vertikalen Begrünung ist die Benutzung stapelbarer Pflanzgefäße. Dazu sind die Pflanzkübel so ausgearbeitet, dass bei der senkrechten Stapelung einzelne Flächen unverdeckt bleiben. Hier können Blumen, Gemüße oder Kräuter plaziert werden.

Diese Systeme gibt es für den Aufbau einer Pflanz-Säule bzw. eines Pflanz-Turmes, also von allen Seiten einsehbar. Als Beispiele können hier unser Kräuterturm oder der Gartenturm genannt werden.

Es gibt aber auch Pflanzkästen zum Aufbau einer grünen Gartentrennwand bzw. Gartenraumteilers. Hier sind zu nennen das Pflanzenwandsystem Minigarden der Firma Quizcamp. Eine spezielle Art sind Hochbeet-Ständer. So erzeugen Sie in Ihrem Garten ganze Sichtschutzelemente. Zu beachten ist hier das punktuelle Gewicht, welches stapelbare Pflanztöpfe entwickeln. Der Untergrund sollte daher entsprechend hergerichtet sein.

2. hängende Pflanzgefäße, z.B. Kräuterampeln und Blumenampeln

Jeder kennt Blumenampeln aus dem Baumarkt. Diese Hängeampeln werden traditionell mit einer Pflanzschale ausgestattet. Es gibt aber auch Varianten, wo mehrere Etagen mittels Ketten oder Schnüren miteinander verbunden werden. So könnte man z.B. die Pflanzgefäße des Prima-Gartenturmes miteinander verbinden. Der vertikalen Begrünung sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Die Pflanzenampel ist für drinnen und draußen geeignet, besonders für Wintergärten zur Raumbegrünung oder auf Terrassen. Wichtig zu beachten ist das Gewicht und das damit auszuwählende Befestigungsmaterial. Wenn Sie eine mehrstufige Hängeampel haben, so summieren sich die einzelnen Pflanzschalen auf bis zu 30kg.

Aufgrund der besonderen Beachtung solch einer Blumenampel durch Besucher Ihres Gartens, sollten die Pflanzen wohlgewählt sein. Bunte Farben sind zu empfehlen, aber auch Grünpflanzen mit besonders schönen Blätterb. Es gibt aber auch spezielle hängende Nutzpflanzen z.B. Erdbeeren und Tomaten. Unschön wirken aufrecht wachsende Pflanzen.

3. Pflanzenwände als vertikaler Garten (feste Installationen)

Als Gründervater der grünen Wände bzw. lebenden Wände gilt der Franzose Patrick Blanc. In Deutschland hat er z.B. in Berlin die Galeries Lafayette im Eingangsbereich begrünt.

Eine bepflanzte Wand (living wall) ist die aufwendigste Art einen senkrechten Garten anzulegen. Hierbei handelt es sich meist um professionelle Systeme aus dem Garten- und Landschaftbau, vorzugsweise zur Fassadenbegrünung oder Raumbegrünung. Die Investitions- und Pflegekosten sind hoch. Diese Variante der vertikalen Begrünung findet man daher eher bei Firmen und öffentlichen Gebäuden. Die Installation erfolgt häufig durch einen Fachmann, da ggf. Fundament- und Wandarbeiten notwendig sind.

Zu empfehlen ist der Einbau eines Bewässerungssystemes, idealer Weise ein Tropfbewässerungssystem. Je nach gewählter Pflanzenart und System ergibt sich noch ein Aufwand für das drehen der einzelnen Pflanztaschen, da sich die Blumen oder Kräuter zur Sonne ausrichten. Systeme ohne auswechselbare und drehbare Pflanztasche sind weniger geeignet, da sich im Falle von eingegangenen Pflanzen nur beschwerlich Ersatzmaßnahmen umsetzen lassen.

Primagartenshop vertreibt unter anderem das System Beewabo, welches sich durch seine Einfachheit auszeichnet.

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